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Unser Spendenaufruf

Jede Einzelspende, gleich welcher Höhe, ist ein wertvoller Beitrag, um die Kirche zu erhalten. Eine Spendenquittung (ab 200 Euro Spende) schicken wir Ihnen nach Erhalt Ihrer Spende anschließend per Post zu.

Sie können Ihre Spende auf das folgende Konto überweisen:

Konto 3800 16 303, Sparkasse Vorderpfalz, BLZ 545 500 10
IBAN: DE82545500100380016303 BIC: LUHSDE6AXXX

Sie können auch hier direkt und online Mitglied im Bauverein Dreifaltigkeitskirche werden.

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Spendenbrief für letzten Bauabschnitt

Viele Haushalte in Speyer und Umgebung haben um den 05. Dezember 2017 Post bekommen.

Die Protestantische Gesamtkirchengemeinde Speyer und die Kirchengemeinde der Dreifaltigkeitskirche Speyer bitten in dem Schreiben, das an rund 10.000 Personen gesandt worden ist, um Spenden für den letzten Bauabschnitt der Innenrenovierung der Dreifaltigkeitskirche.

Es wurde viel geschafft in den letzten acht Jahren. Die Kirche strahlt innen und außen in neuem Glanz.

Aber: Noch rund zwei Drittel der Deckenbilder und der Tafelbilder an den Emporen warten noch auf ihre Restaurierung und Konservierung. 

Der Bauabschnitt wird im Januar beginnen, Dann wird wieder ein Gerüst den Großteil der Kirche vom Haupteingang bis zur Kanzel einnehmen. Im September 2018 sollen die Arbeiten, die mit fast 600.000 Euro veranschlagt sind, fertig sein.

Rund 180.000 Euro werden an Spenden, neben den Zuschüssen von Stadt, Land, Bund und Deutscher Stiftung Denkmalschutz, benötigt.

Hierfür bitten wir Sie um Ihre Spende.

Die Spenden wird der Bauverein erhalten, der die Aktion auch geplant und durchgeführt hat. Die Gesamtkirchengemeinde und die Dreifaltigkeitsgemeinde sind zusammen für die Renovierung verantwortlich.

 

 

Bauverein aktuell

Noch immer erhältlich:

„Ansichten und Einsichten“. Die vom Bauverein Dreifaltigkeitskirche herausgegebene Dokumentation der Bilder-Predigten aus dem Jahr 2012 mit den dazu gehörenden Abbildungen der Szenen aus dem Alten und Neuen Testament. Unter den elf Autoren sind der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, und Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Die Hälfte des Erlöses von € 10,00 aus dem Verkauf des Buches kommt der Sanierung der Dreifaltigkeitskirche zugute. Das Buch ist im Pfarramt, beim Evangelischen Presseverlag in Speyer und über den Buchhandel (ISNB 978-3-939512-50-9) zu beziehen.


Der Band „Begehbare Bilderbibel – Die Emporenbilder der Dreifaltigkeitskirche in Speyer“ von Christiane Brodersen (Redaktion, Druckvorlage), Thomas Klenner (Bilder) und Lenelotte Möller (Texte) wird in zwei Ausgaben angeboten: eine sehr hochwertige (dickes Foto-Papier, fester Einband, Verkaufspreis 34,90 €) und eine einfache Ausgabe (Verkaufspreis 19,90 €). Die Bücher können außer im Buchhandel direkt in der Dreifaltigkeitskirche bei Veranstaltungen und zu den Öffnungszeiten erworben werden. Der Erlös aus dem Verkauf kommt dem Bauverein zugute.



Einen schönen Eindruck von der Qualität der Bilder vermittelt die Bildergalerie unten auf der Startseite.

 

 

Virtueller Rundgang

Sie können die Dreifaltigkeitskirche jetzt virtuell besichtigen: Im Internet steht ein interaktives 360-Grad-Panorama zur Verfügung. Erstellt wurde das Panorama von Stefan Woinke.

Kunstgeschichte der Dreifaltigkeitskirche

Zeichnung der Dreifaltigkeitskirche.
Zeichnung der Dreifaltigkeitskirche.

Wer von der Hauptstraße auf die Dreifaltigkeitskirche zugeht, nimmt eine eher schlichte Vorderseite wahr, mit Pilastern und Fenstern gegliedert. Auch das Hauptportal mit seinem Dreiecksgiebel weist außer dem Stadtwappen keine reiche Verzierung auf.

Umso überraschender wirkt der Innenraum mit seiner Bilderfülle an der Decke und den beiden Emporen und mit dem Orgelprospekt. Hier begegnen wir einem weithin erhaltenen Kirchenraum des 18. Jahrhunderts, erbaut nach Plänen des Mannheimers Johann Peter Graber.

Vorbild dieser Hallenkirche mit zwei Emporen war vor allem die lutherische Katharinenkirche in Frankfurt. Der Altar und die Kanzel stammen von Christian Dathan. Der Kanzeldeckel mit der in Gold gefassten Symbolfigur des Pelikan weist auf das Wort von der Versöhnung (2.Kor 5,20), das Fundament aller Predigt ist. Das Abendmahlsbild über dem Altar hat der Mainzer Hofmaler Johannes Bessemer geschaffen. Darüber sehen wir eine große Christusgestalt am Kreuz, von zwei Engeln gesäumt. Der Blick wird zur Orgel weiter hinauf geleitet. Zwar ist die erste Orgel des Mainzer Baumeisters Will längst nicht mehr erhalten; heute hören wir die Orgel, wie sie von Steinmeyer 1929 erbaut und von Oberlinger verändert wurde. Aber die Vorderseite der Orgel, der ‚Prospekt’  mit seinem Spiel der Engelsputten ist im Wesentlichen geblieben.

Erst allmählich kann sich das Auge in die Botschaften der vielen Bilder einfinden. Die Deckenbilder enthalten das ganze Drama der Heilsgeschichte, aus dem Heilig-Dreifaltigen Gott entspringend und bis zu Christi Auferstehung und Wiederkunft führend. Die alttestamentlichen Szenen, wie das Paradies mit Adam und Eva oder die Taten des Simson, sind mit Bedacht auf die Themen des Neuen Testamentes bezogen. Ganz parallel zusammenkomponiert sind die Bilderfolgen der beiden Emporen. Jede Szene des Neuen Testaments unten hat eine genaue alttestamentliche Entsprechung in der oberen Empore. Die Verheißung der Geburt Johannes des Täufers etwa entspricht der Verkündigung des Engels an Maria. So führt die Emporen-Zyklus bis hin zu Moses’ Blick in das gelobte Land, darunter zeigt die Vision vom himmlischen Jerusalem nach Offenbarung 22 die erhoffte Vollendung des Heils.

Nach der Union konnten die Empore erweitert und vier  Bilder hinzugefügt werden; sie bringen den Reichstag 1529 und die Vereinigung der Pfälzer Reformierten und Lutheraner in Erinnerung. Wie sehr wird es sich lohnen, diese barocke Bilder-Bibel zu erhalten und mit einer neuen Orgel das Erbe früherer Generationen in die Zukunft zu bewahren.